Meine Gedichte

Eine kleine Kostprobe der „Schokostückchen für die Seele“

 

Die Farben des Herbstes

Herbst, dich wollte ich malen,
deine Pracht der Farben.
Ich nahm das tiefe Blau des Himmels,
das Gold der letzten Stoppeln,
das Rot und Grün der Blätter
und das Braun der Äcker.
Ich trug die Farben auf.
Doch das war nicht der Herbst.
Ganz anders hatte ich ihn gesehen.
Es fehlte die Wärme der Sonne,
die die Farben erst zum Leuchten bringt,
und die Bewegung des Windes,
der die weißen Wölkchen über den Himmel schickt.
Ach ja, und das Rauschen der Bäume,
die mir ihre Blätterpracht zu Füßen legen.
Ich sah auch nicht den silbernen Glanz des Taus in den Spinnennetzen.Was hatte ich falsch gemacht?

Vielleicht sollte ich die Farben miteinander mischen, aber wie?
Wieder nahm ich das Blau, das Gold, das Rot, das Grün und das Braun
– vergaß auch das Weiß und das Silber nicht –
und begann ein neues Bild zu malen.
Aber was war das für ein Herbst?
Der Himmel war grau und Nebel lag über dem Land.
Stumpf und fahl erschienen mir die Farben.
Was hatte ich da gemischt?
Wie konnte der Herbst so viele Farben in strahlender Harmonie vereinen?

Und wenn ich ihn danach frage?
Ohne Überheblichkeit wird er mir sagen:
„Das kann nur ich, du wirst mich niemals wirklich malen können!“

 

 
Am Meer

(für Jan)

Unendliche Weite.
Du schaust hinaus.
Es gibt keine Grenze.
Himmel und Meer werden eins.
Der Wind streichelt dein Gesicht,
die Melodie der Wellen berührt deine Seele,
und sie wird frei wie die Möwen am Himmel.
Sonnenstrahlen lassen das Meer glitzern,
schöner, als alle Diamanten der Welt.
Es trägt weiße Schaumkronen,
es trägt auch dich.
Deine Füße berühren den warmen Sand,
und du fühlst, dass du lebst.

 

 Herz und Verstand im Widerstreit

Meistens ist es der Verstand,
der dich daran hindert,
auf dein Herz zu hören.

Das Herz ist spontan.
Der Verstand ist gründlicher,
und er braucht länger.
Aber der Verstand begeht viel mehr Torheiten als das Herz.

Der Verstand ist berechnend,
das Herz ehrlich.
Der Verstand ist listig, überlistet das Herz.
Oft kommt dem Verstand noch die Vernunft zur Hilfe,
doch manches Herz besiegt beide.

Und doch ist es schwerer,
auf das Herz zu hören als auf den Verstand.
Manchmal wird der Verstand schwach,
vergisst zu kämpfen, gibt auf.

Und dann sagt Dir sogar der Verstand:
„Folge deinem Herzen!“

 

Träume

Gute.
Schlechte.
Sie machen dir Angst aber auch Mut.
Sie kommen und gehen, werden vergessen.
Erinnere dich an sie!
Sie zeigen dir Wege.
Habe den Mut zu träumen!
Nimm dir Zeit zum Träumen.
Träume, wann immer du willst und was du willst.
Fang deine Träume, sie gehören dir.
Halt sie fest und lass sie nie mehr los.
Je mehr es sind,
desto weniger kann dir die Realität zerstören.
Träume sind wie Gedanken, nur du kennst sie.
und nur du kannst dir deine Träume erfüllen.